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Kategorien:A. Allgemein

Sprüche Salomos.

10,1 Ein weiser Sohn erfreut den Vater, aber ein törichter Sohn ist der Kummer seiner Mutter. 10,2 Nichts nützen gottlose Schätze, aber Gerechtigkeit rettet vom Tod. 10,3 Der HERR läßt nicht hungern die Seele des Gerechten, aber die Gier der Gottlosen stößt er zurück. 10,4 Arm wird, wer mit lässiger Hand schafft, aber die Hand der Fleißigen macht reich. 10,5 Wer im Sommer sammelt, ist ein kluger Sohn, wer in der Ernte schläft, ein schandbarer Sohn. 10,6 Segen ist auf dem Haupt des Gerechten, aber der Mund der Gottlosen birgt Gewalttat. 10,7 Des Gerechten gedenkt man zum Segen, aber der Name der Gottlosen fault. 10,8 Wer weisen Herzens ist, nimmt Gebote an, wer aber närrische Lippen hat, kommt zu Fall. 10,9 Wer in Lauterkeit lebt, lebt sicher, wer aber krumme Wege wählt, muß schwitzen. 10,10 Wer mit den Augen zwinkert, verursacht Schmerz, und wer närrische Lippen hat, kommt zu Fall. 10,11 Eine Quelle des Lebens ist der Mund des Gerechten, aber der Mund der Gottlosen birgt Gewalttat. 10,12 Haß erregt Zänkereien, aber Liebe deckt alle Vergehen zu. 10,13 Auf den Lippen des Verständigen findet sich Weisheit, aber der Stock [findet sich] für den Rücken des Unverständigen. 10,14 Weise bewahren Erkenntnis, aber der Mund des Narren ist nahes Verderben. 10,15 Der Besitz des Reichen ist seine feste Stadt, das Verderben der Geringen ist ihre Armut. 10,16 Der Erwerb des Gerechten [gereicht] zum Leben, der Ertrag des Gottlosen zur Sünde. 10,17 Ein Pfad zum Leben ist, wer auf Zucht achtet; wer aber die Mahnung unbeachtet läßt, leitet in die Irre. 10,18 Wer Haß verbirgt, hat Lügenlippen; und wer Verleumdung ausstreut, ist ein Tor. 10,19 Bei vielen Worten bleibt Treubruch nicht aus, wer aber seine Lippen zügelt, handelt klug. 10,20 Auserlesenes Silber ist die Zunge des Gerechten, das Herz der Gottlosen [aber] ist wenig wert. 10,21 Die Lippen des Gerechten weiden viele, aber die Narren sterben durch Unverstand. 10,22 Der Segen des HERRN, der macht reich, und [eigenes] Abmühen fügt neben ihm nichts hinzu. 10,23 Als ein Vergnügen gilt dem Toren das Verüben von Schandtat, dem verständigen Mann aber die Weisheit. 10,24 Wovor dem Gottlosen graut, das wird über ihn kommen, aber der Wunsch der Gerechten wird gewährt. 10,25 Sobald ein Sturmwind daherfährt, ist der Gottlose nicht mehr; der Gerechte aber ist fest gegründet für ewig. 10,26 Wie Essig für die Zähne und wie Rauch für die Augen, so ist der Faule für die, die ihn senden. 10,27 Die Furcht des HERRN vermehrt die [Lebens]tage, aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt. 10,28 Das Warten der Gerechten [führt zur] Freude, aber die Hoffnung der Gottlosen wird zunichte. 10,29 Eine Zuflucht für den, der rechtschaffenen Weges ist, ist der HERR, aber Verderben für die, die Unrecht tun. 10,30 Der Gerechte wird in Ewigkeit nicht zum Wanken gebracht, aber die Gottlosen werden im Land nicht wohnen bleiben. 10,31 Der Mund des Gerechten läßt Weisheit sprießen, aber die Zunge der Verkehrtheit wird abgeschnitten. 10,32 Die Lippen des Gerechten sind bedacht auf Wohlgefälliges, der Mund der Gottlosen aber auf Verkehrtes.

11,1 Trügerische Waagschalen sind dem HERRN ein Greuel, aber volles Gewicht hat sein Wohlgefallen. 11,2 Kommt Übermut, kommt auch Schande, doch bei den Bescheidenen ist Weisheit. 11,3 Die Rechtschaffenheit der Aufrichtigen leitet sie sicher, die Falschheit der Treulosen aber zerstört sie selbst. 11,4 Nichts nützt Reichtum am Tag des Zornes, Gerechtigkeit aber rettet vom Tod. 11,5 Die Gerechtigkeit des Lauteren ebnet ihm den Weg, doch der Gottlose kommt durch seine Gottlosigkeit zu Fall. 11,6 Die Gerechtigkeit der Aufrichtigen rettet sie, aber durch ihre Gier werden die Treulosen gefangen. 11,7 Mit dem Tod eines gottlosen Menschen geht [seine] Hoffnung verloren, und die trügerische Erwartung ist verloren. 11,8 Der Gerechte wird aus der Bedrängnis befreit, und es kommt der Gottlose an seine Stelle. 11,9 Mit dem Mund richtet der Ruchlose seinen Nächsten zugrunde, aber durch Erkenntnis werden die Gerechten befreit. 11,10 Beim Wohl der Gerechten frohlockt die Stadt, und beim Untergang der Gottlosen ist Jubel. 11,11 Durch den Segen der Aufrichtigen steigt eine Stadt auf, durch den Mund der Gottlosen aber wird sie niedergerissen. 11,12 Wer seinen Nächsten verachtet, ist ohne Verstand, aber ein verständiger Mann schweigt. 11,13 Wer als Verleumder umhergeht, gibt Anvertrautes preis; wer aber zuverlässigen Sinnes ist, hält die Sache verborgen. 11,14 Wo es an Führung fehlt, kommt ein Volk zu Fall, doch [kommt] Rettung durch viele Ratgeber. 11,15 Schlecht, ja schlecht geht es einem, wenn er für einen Fremden bürgt; wer aber Handschlag haßt, ist sicher. 11,16 Eine anmutige Frau erlangt Ehre, aber ein Thron der Schande ist eine Frau, die Redlichkeit haßt. Den Faulen fehlt es an Besitz, die Fleißigen aber erlangen Reichtum. 11,17 Es erweist der Gütige sich selbst Gutes, doch schneidet sich ins eigene Fleisch der Grausame. 11,18 Der Gottlose schafft [sich] trügerischen Gewinn, wer aber Gerechtigkeit sät, dauerhaften Lohn. 11,19 Steht einer fest in der Gerechtigkeit, [führt das] zum Leben, jagt er dem Bösen nach, [gereicht es] zu seinem Tod. 11,20 Ein Greuel für den HERRN sind die mit verschlagenem Herzen; aber sein Wohlgefallen sind [Menschen] mit untadligem Wandel. 11,21 Die Hand darauf! Der Böse bleibt nicht ungestraft; aber die Nachkommen der Gerechten entrinnen. 11,22 Ein goldener Ring im Rüssel einer Sau, [so] ist eine Frau, die schön, aber ohne Feingefühl ist. 11,23 Das Begehren der Gerechten [bringt] lauter Gutes, [aber] das Hoffen der Gottlosen Zorn. 11,24 Da ist einer, der ausstreut, und er bekommt immer mehr, und einer, der mehr spart, als recht ist, [und es gereicht ihm] nur zum Mangel. 11,25 Wer gern wohltut, wird reichlich gesättigt, und wer [andere] tränkt, wird auch selbst getränkt. 11,26 Wer Getreide zurückhält, den verwünschen die Leute; aber Segen [kommt] auf das Haupt dessen, der Getreide verkauft. 11,27 Wer auf das Gute aus ist, sucht Wohlgefallen; wer aber nach Bösem trachtet, über den wird es kommen. 11,28 Wer auf seinen Reichtum vertraut, der wird fallen, aber wie Laub werden die Gerechten sprossen. 11,29 Wer sein Haus zerrüttet, wird Wind erben; und der Narr wird zum Sklaven dessen, der weisen Herzens ist. 11,30 Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und der Weise gewinnt Menschen für sich. 11,31 Wenn dem Gerechten auf Erden vergolten wird, wieviel mehr dem Gottlosen und Sünder!

12,1 Wer Zucht liebt, liebt Erkenntnis; und wer Ermahnung haßt, ist dumm. 12,2 Der Gute erlangt Wohlgefallen von dem HERRN, aber den Ränkeschmied spricht er schuldig. 12,3 Keinen Bestand hat ein Mensch durch Gottlosigkeit, aber die Wurzel der Gerechten wird nicht ins Wanken gebracht. 12,4 Eine tüchtige Frau ist die Krone ihres Mannes, aber wie Wurmfraß in seinen Knochen ist eine schandbare. 12,5 Die Gedanken der Gerechten sind Recht, die Überlegungen der Gottlosen sind Betrug. 12,6 Die Worte der Gottlosen sind ein Lauern auf Blut; aber der Mund der Aufrichtigen rettet sie. 12,7 Es stürzen die Gottlosen, und sie sind nicht mehr; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen. 12,8 Gemäß seiner Einsicht wird ein Mann gelobt; wer aber verkehrten Herzens ist, verfällt der Verachtung. 12,9 Besser, wer gering geachtet ist, aber einen Knecht hat, als wer vornehm tut, aber Mangel an Brot hat. 12,10 Der Gerechte kümmert sich um das Wohlergehen seines Viehes, aber das Herz der Gottlosen ist grausam. 12,11 Wer sein Ackerland bebaut, wird sich satt essen können an Brot; wer aber nichtigen Dingen nachjagt, ist ohne Verstand. 12,12 Den Gottlosen gelüstet nach dem Fang böser Dinge, aber die Wurzel der Gerechten bleibt beständig. 12,13 Im Vergehen der Lippen ist ein böser Fallstrick, aber der Gerechte entkommt der Bedrängnis. 12,14 Von der Frucht seines Mundes kann man sich satt essen an Gutem, und das Tun der Hände eines Menschen kehrt zu ihm zurück. 12,15 Der Weg des Narren erscheint in seinen [eigenen] Augen recht, der Weise aber hört auf Rat. 12,16 Der Narr – sein Unmut tut sich an demselben Tag [noch] kund, wer aber die Schmach verborgen hält, ist klug. 12,17 Wer die Wahrheit spricht, bringt Rechtes vor, ein falscher Zeuge hingegen [nur] Betrug. 12,18 Da ist ein Schwätzer, [dessen Worte sind] Schwertstiche; aber die Zunge der Weisen ist Heilung. 12,19 Die wahrhaftige Lippe besteht für immer, aber nur einen Augenblick lang die lügnerische Zunge. 12,20 Betrug ist im Herzen derer, die Böses schmieden; bei denen aber, die zum Frieden raten, ist Freude. 12,21 Keinerlei Unheil wird dem Gerechten widerfahren, aber die Gottlosen sind voller Unglück. 12,22 Ein Greuel für den HERRN sind Lippen, die lügen; wer aber Treue übt, hat sein Wohlgefallen. 12,23 Ein kluger Mensch hält [seine] Erkenntnis verborgen, aber das Herz der Toren schreit Narrheit hinaus. 12,24 Die Hand der Fleißigen wird herrschen, aber die lässige [Hand] muß Zwangsarbeit tun. 12,25 Kummer im Herzen des Mannes drückt es nieder, aber ein gutes Wort erfreut es. 12,26 Der Gerechte erspäht seine Weide, aber der Weg der Gottlosen führt sie in die Irre. 12,27 Nicht erjagt die Lässigkeit ihr Wild; aber kostbarer Besitz eines Menschen ist es, wenn er fleißig ist. 12,28 Auf dem Pfad der Gerechtigkeit ist Leben, aber der Weg der Rachsüchtigen [führt] zum Tod.
13,1 Ein weiser Sohn läßt sich vom Vater zurechtweisen, aber ein Spötter hört nicht auf Zurechtweisung. 13,2 Man kann von der Frucht seines Mundes Gutes essen, aber die Begierde der Treulosen ist Gewalttat. 13,3 Wer seinen Mund behütet, bewahrt sein Leben; wer seine Lippen aufreißt, dem [droht] Verderben. 13,4 Gierig ist die Seele des Faulen, doch ist nichts da; aber die Seele der Fleißigen wird reichlich gesättigt. 13,5 Der Gerechte haßt Lügenrede, aber der Gottlose handelt schändlich und schmählich. 13,6 Die Gerechtigkeit behütet die Vollkommenheit des Wandels, aber die Gottlosen bringt die Sünde zu Fall. 13,7 Da ist einer, der sich reich stellt, und hat gar nichts, [und] einer, der sich arm stellt, und hat doch viel Besitz. 13,8 Lösegeld für das Leben eines Mannes ist sein Reichtum, aber der Arme hört keine Drohung. 13,9 Das Licht der Gerechten brennt fröhlich, aber die Leuchte der Gottlosen erlischt. 13,10 Durch Übermut gibt es nur Zank; bei denen aber, die sich raten lassen, Weisheit. 13,11 Schnell erworbener Besitz wird [schnell] weniger; wer aber händeweise sammelt, vermehrt [ihn]. 13,12 Hingezogene Hoffnung macht das Herz krank, aber ein eingetroffener Wunsch ist ein Baum des Lebens. 13,13 Wer das Wort verachtet, bei dem wird gepfändet; wer aber das Gebot fürchtet, dem wird vergolten. 13,14 Die Weisung des Weisen ist eine Quelle des Lebens, um zu entgehen den Fallen des Todes. 13,15 Gute Einsicht verschafft Gunst, aber der Weg der Treulosen ist ihr Unglück. 13,16 Jeder Kluge handelt mit Bedacht; ein Tor aber breitet Narrheit aus. 13,17 Ein gottloser Bote stürzt ins Unglück, aber ein treuer Gesandter ist Heilung. 13,18 Armut und Schande dem, der Züchtigung unbeachtet läßt; wer aber Zurechtweisung beachtet, wird geehrt. 13,19 Ein erfüllter Wunsch erquickt die Seele, aber ein Greuel ist es den Toren, vom Bösen zu weichen. 13,20 Wer mit Weisen umgeht, wird weise; aber wer sich mit Toren einläßt, dem wird es schlechtgehen. 13,21 Unheil verfolgt die Sünder, aber Glück belohnt die Gerechten. 13,22 Der Gute vererbt auf Kindeskinder, aber das Vermögen des Sünders wird aufbewahrt für den Gerechten. 13,23 Reichlich Nahrung [bringt] der Neubruch der Armen, aber mancher wird weggerafft durch Unrecht. 13,24 Wer seine Rute schont, haßt seinen Sohn; aber wer ihn liebhat, züchtigt ihn beizeiten. 13,25 Der Gerechte hat zu essen bis zur Sättigung seiner Seele, aber der Leib der Gottlosen bleibt leer.
14,1 Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus, aber die Narrheit reißt es mit eigenen Händen nieder. 14,2 Wer in seiner Geradheit lebt, fürchtet den HERRN; wer aber in seinen Wegen verkehrt ist, verachtet ihn. 14,3 Im Mund des Narren ist eine Rute für den Hochmut; aber die Lippen der Weisen bewahren sie. 14,4 Wo keine Rinder sind, ist die Krippe leer, doch [kommt] reichlicher Ertrag durch die Kraft des Stieres. 14,5 Ein treuer Zeuge lügt nicht, aber ein falscher Zeuge bringt Lügen vor. 14,6 Der Spötter sucht Weisheit, doch sie ist nicht da; aber für den Verständigen ist Erkenntnis ein Leichtes. 14,7 Tritt einem törichten Mann gegenüber, und du wirst keine verständigen Lippen kennenlernen. 14,8 Die Weisheit des Klugen ist es, seinen Weg zu begreifen, aber die Narrheit der Toren ist Täuschung. 14,9 Schuld macht Narren frech, aber unter den Aufrichtigen ist Wohlgefallen. 14,10 Das Herz kennt sein eigenes Leid, und kein Fremder kann sich in seine Freude mischen. 14,11 Das Haus der Gottlosen wird ausgetilgt, aber das Zelt der Aufrichtigen blüht auf. 14,12 Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber zuletzt sind es Wege des Todes. 14,13 Sogar beim Lachen kann das Herz Kummer haben, und zuletzt [wird aus] Freude Traurigkeit. 14,14 Von seinen Wegen wird satt, wer abtrünnigen Herzens ist, und von dem, was in ihm ist, [wird satt] der gute Mann. 14,15 Der Einfältige glaubt jedem Wort, aber der Kluge achtet auf seinen Schritt. 14,16 Der Weise fürchtet sich und meidet das Böse, aber der Tor braust auf und fühlt sich sicher. 14,17 Der Jähzornige begeht Narrheit, und der Ränkeschmied wird gehaßt. 14,18 Die Einfältigen erben Narrheit, die Klugen aber werden mit Erkenntnis gekrönt. 14,19 Die Bösen müssen sich niederbeugen vor den Guten und die Gottlosen an den Türen des Gerechten. 14,20 Selbst seinem Nächsten ist der Arme verhaßt, aber die Freunde des Reichen sind zahlreich. 14,21 Wer seinem Nächsten Verachtung zeigt, sündigt; aber wohl dem, der sich über die Elenden erbarmt! 14,22 Gehen nicht irre [alle], die Böses schmieden? Aber Gnade und Treue [erfahren die], die Gutes schmieden. 14,23 Bei jeder Mühe ist Gewinn, aber bloßes Gerede [führt] nur zum Mangel. 14,24 Die Krone der Weisen ist ihr Reichtum; die Narrheit der Toren ist [nur] Narrheit. 14,25 Ein wahrhaftiger Zeuge ist Lebensretter; wer aber Lügen vorbringt, ist [lauter] Betrug. 14,26 In der Furcht des HERRN [liegt] ein starkes Vertrauen, auch seine Kinder haben eine Zuflucht. 14,27 Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, um die Fallen des Todes zu meiden. 14,28 In der Menge des Volkes [besteht] die Herrlichkeit eines Königs, aber durch Mangel an Leuten [kommt] der Untergang eines Fürsten. 14,29 Der Langmütige ist reich an Verständnis, aber der Jähzornige trägt Narrheit davon. 14,30 Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben, aber Wurmfraß in den Knochen ist die Leidenschaft. 14,31 Wer den Geringen unterdrückt, verhöhnt den, der ihn gemacht hat; aber ihn ehrt, wer sich über den Armen erbarmt. 14,32 In seinem Unglück wird der Gottlose umgestoßen, aber der Gerechte ist [noch] in seinem Tode geborgen. 14,33 Im Herzen des Verständigen ruht die Weisheit, aber unter den Toren schwitzt sie. 14,34 Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist die Schande der Völker. 14,35 Des Königs Wohlgefallen wird dem klugen Knecht [zuteil]; aber den schandbaren trifft sein Zorn.
15,1 Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab, aber ein kränkendes Wort erregt Zorn. 15,2 Die Zunge der Weisen fördert Erkenntnis, aber der Mund der Toren läßt Narrheit sprudeln. 15,3 Die Augen des HERRN sind an jedem Ort und schauen aus auf Böse und auf Gute. 15,4 Gelassenheit der Zunge ist ein Baum des Lebens, aber Falschheit in ihr ist Zerbruch des Geistes. 15,5 Ein Narr verschmäht die Zucht seines Vaters; wer aber die Zurechtweisung beachtet, ist klug. 15,6 Im Haus des Gerechten ist reichlich Vorrat; aber das Einkommen des Gottlosen ist Zerrüttung. 15,7 Die Lippen der Weisen streuen Erkenntnis aus, aber das Herz der Toren Unrecht. 15,8 Das Opfer der Gottlosen ist ein Greuel für den HERRN, aber das Gebet der Aufrichtigen sein Wohlgefallen. 15,9 Ein Greuel für den HERRN ist der Weg des Gottlosen; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er. 15,10 Schlimme Züchtigung für den, der den Pfad verläßt; wer Zurechtweisung haßt, muß sterben. 15,11 Scheol und Abgrund [liegen offen] vor dem HERRN, wieviel mehr die Herzen der Menschenkinder! 15,12 Der Spötter liebt es nicht, daß man ihn zurechtweist; zu den Weisen geht er nicht. 15,13 Ein fröhliches Herz macht das Gesicht heiter; aber beim Kummer des Herzens ist der Geist niedergeschlagen. 15,14 Das Herz des Verständigen sucht Erkenntnis, aber der Mund der Toren weidet sich an Narrheit. 15,15 Alle Tage des Elenden sind schlecht, aber ein fröhliches Herz [hat] ein ständiges Festmahl. 15,16 Besser wenig in der Furcht des HERRN als ein großer Schatz und Unruhe dabei. 15,17 Besser ein Gericht Gemüse, und Liebe ist da, als ein gemästeter Ochse und Haß dabei. 15,18 Ein hitziger Mann erregt Zank, aber ein Langmütiger beschwichtigt den Rechtsstreit. 15,19 Der Weg des Faulen ist wie eine Dornenhecke, aber der Pfad der Aufrichtigen ist gebahnt. 15,20 Ein weiser Sohn erfreut den Vater, aber ein törichter Mensch verachtet seine Mutter. 15,21 Narrheit ist dem Unverständigen Freude, aber ein verständiger Mann geht den geraden Weg. 15,22 Pläne scheitern, wo keine Besprechung ist; wo aber viele Ratgeber sind, kommt etwas zustande. 15,23 Ein Mann hat Freude an der [treffenden] Antwort seines Mundes, und ein Wort zu seiner Zeit, wie gut! 15,24 Der Weg des Lebens [geht] für den Einsichtigen nach oben, damit er dem Scheol unten entgeht. 15,25 Das Haus der Hochmütigen reißt der HERR nieder, aber er legt fest die Grenze der Witwe. 15,26 Ein Greuel für den HERRN sind die Anschläge des Bösen, aber rein [vor ihm] sind freundliche Worte. 15,27 Sein Haus zerrüttet, wer unrechten Gewinn macht; wer aber [Bestechungs]geschenke haßt, wird leben. 15,28 Das Herz des Gerechten überlegt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen läßt Bosheiten sprudeln. 15,29 Fern ist der HERR von den Gottlosen, aber das Gebet der Gerechten hört er. 15,30 Leuchten der Augen erfreut das Herz; eine gute Nachricht erquickt das Gebein. 15,31 Ein Ohr, das auf heilsame Mahnung hört, wird inmitten der Weisen bleiben. 15,32 Wer Zucht fahren läßt, verachtet sich selbst; wer aber auf Zurechtweisung hört, erwirbt Verstand. 15,33 Die Furcht des HERRN ist Zucht zur Weisheit, und der Ehre geht Demut voran.

16,1 Beim Menschen sind die Überlegungen des Herzens, aber vom HERRN [kommt] die Antwort der Zunge. 16,2 Alle Wege eines Mannes sind lauter in seinen Augen, aber der die Geister prüft, ist der HERR. 16,3 Befiehl dem HERRN deine Werke, und deine Gedanken werden zustande kommen. 16,4 Alles hat der HERR zu seinem Zweck gemacht, so auch den Gottlosen für den Tag des Unglücks. 16,5 Ein Greuel für den HERRN ist jeder Hochmütige. Die Hand darauf! Er bleibt nicht ungestraft. 16,6 Durch Güte und Treue wird Schuld gesühnt, und durch die Furcht des HERRN weicht man vom Bösen. 16,7 Wenn der HERR an den Wegen eines Mannes Wohlgefallen hat, läßt er selbst seine Feinde mit ihm Frieden machen. 16,8 Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel Einkommen mit Unrecht. 16,9 Das Herz des Menschen plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte. 16,10 Orakelspruch ist auf den Lippen des Königs; beim Rechtsspruch redet sein Mund nicht treulos. 16,11 Waagbalken und rechte Waagschalen sind [Sache] des HERRN; sein Werk sind alle Gewichtsteine im Beutel. 16,12 Ein Greuel ist für Könige gottloses Tun; denn durch Gerechtigkeit steht ein Thron fest. 16,13 Das Wohlgefallen des Königs [finden] gerechte Lippen; und wer aufrichtig redet, den liebt er. 16,14 Der Zorn des Königs ist ein Todesbote; aber ein weiser Mann wendet ihn ab. 16,15 Im Leuchten des Angesichts eines Königs ist Leben, und sein Wohlgefallen ist wie eine Wolke des Spätregens. 16,16 Weisheit erwerben – wieviel besser ist es als Gold! Und Verständnis erwerben ist vorzüglicher als Silber! 16,17 Die Straße der Aufrichtigen ist, vom Bösen zu weichen; der bewahrt sein Leben, der auf seinen Weg achthat. 16,18 Vor dem Verderben [kommt] Stolz, und Hochmut vor dem Fall. 16,19 Besser, bescheiden sein mit Demütigen, als Beute teilen mit Hochmütigen. 16,20 Wer auf das Wort achtet, findet Gutes, und glücklich der, der dem HERRN vertraut! 16,21 Wer weisen Herzens ist, wird ein Verständiger genannt; und Anmut der Sprache fördert das Lehren. 16,22 Eine Quelle des Lebens ist Einsicht für ihre Besitzer, aber die Züchtigung der Narren ist [ihre] Narrheit. 16,23 Das Herz des Weisen gibt seinem Mund Einsicht und fördert auf seinen Lippen das Lehren. 16,24 Freundliche Worte sind Honig, Süßes für die Seele und Heilung für das Gebein. 16,25 Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber zuletzt sind es Wege des Todes. 16,26 Der Hunger des Arbeiters arbeitet für ihn, denn sein Mund spornt ihn an. 16,27 Ein ruchloser Mann gräbt Unheil, und auf seinen Lippen ist es wie sengendes Feuer. 16,28 Ein Mann der Falschheit entfesselt Zank, und ein Ohrenbläser entzweit Vertraute. 16,29 Ein Mann der Gewalttat verlockt seinen Nächsten und führt ihn auf einen Weg, der nicht gut ist. 16,30 Wer seine Augen zukneift, [tut es], um Falschheit zu ersinnen; wer seine Lippen zusammenkneift, hat das Böse [schon] fertig. 16,31 Das graue Haar ist eine prächtige Krone, auf dem Weg der Gerechtigkeit findet man sie. 16,32 Besser ein Langmütiger als ein Held, und besser, wer seinen Geist beherrscht, als wer eine Stadt erobert. 16,33 Im Gewandbausch schüttelt man das Los, aber all seine Entscheidung kommt vom HERRN.
17,1 Besser ein trockener Bissen und Ruhe dabei als ein Haus voller Festspeisen, aber Streit dabei. 17,2 Ein verständiger Knecht wird Herr über einen schandbaren Sohn, und mitten unter den Brüdern wird er die Erbschaft teilen. 17,3 Der Schmelztiegel für das Silber und der Ofen für das Gold; aber ein Prüfer der Herzen ist der HERR. 17,4 Ein Übeltäter hört auf die Lippe des Unheils, ein Lügner schenkt Gehör der Zunge des Verderbens. 17,5 Wer den Armen verspottet, verhöhnt den, der ihn gemacht hat; wer sich über Unglück freut, bleibt nicht ungestraft. 17,6 Die Krone der Alten sind Kindeskinder, und der Kinder Schmuck sind ihre Väter. 17,7 Zu einem Törichten paßt überragende Rede nicht; wieviel weniger zu einem Edlen lügnerische Rede! 17,8 Ein Zauberstein ist die Bestechung in den Augen ihres Gebers; wohin er sich wendet, hat er Erfolg. 17,9 Wer Vergehen zudeckt, strebt nach Liebe; wer aber eine Sache [immer wieder] aufrührt, entzweit Vertraute. 17,10 Zurechtweisung dringt bei einem Verständigen tiefer ein als hundert Schläge bei einem Toren. 17,11 Nur Aufruhr sucht der Böse; aber ein grausamer Bote wird gegen ihn gesandt. 17,12 Mag einem eine Bärin, die der Jungen beraubt ist, begegnen, nicht aber ein Tor in seiner Narrheit! 17,13 Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus wird das Böse nicht weichen. 17,14 [Wie] einer, der Wasser entfesselt, [so] ist der Anfang eines Streites; bevor also der Rechtsstreit losbricht, laß ab! 17,15 Wer den Schuldigen gerecht spricht und wer den Gerechten für schuldig erklärt – ein Greuel für den HERRN sind sie alle beide. 17,16 Wozu denn Geld in der Hand des Toren? Um Weisheit zu kaufen, da ihm doch der Verstand fehlt? 17,17 Ein Freund liebt zu jeder Zeit, und als Bruder für die Not wird er geboren. 17,18 Ein Mensch ohne Verstand ist, wer Handschlag gibt, wer Bürgschaft leistet gegenüber seinem Nächsten. 17,19 Wer Zank liebt, liebt Vergehen; wer seine Tür hoch macht, sucht Bruch. 17,20 Wer verschlagenen Herzens ist, findet kein Glück; und wer sich mit seiner Zunge windet, fällt ins Unglück. 17,21 Wer einen Toren zeugt, dem [bringt es] Kummer, und keine Freude hat der Vater eines Narren. 17,22 Ein fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus. 17,23 Bestechung aus dem Gewandbausch nimmt der Gottlose an, um die Pfade des Rechts zu beugen. 17,34 Der Verständige [hat] die Weisheit vor dem Angesicht, aber die Augen des Toren sind am Ende der Erde. 17,25 Ein törichter Sohn [bedeutet] für seinen Vater Verdruß und Bitternis für die, die ihn geboren hat. 17,26 Schon Geldstrafe für den Gerechten ist nicht gut, [aber] Edle zu schlagen, ist gegen das Recht. 17,27 Wer seine Worte zügelt, besitzt Erkenntnis; und wer kühlen Geist [bewahrt], ist ein verständiger Mann. 17,28 Auch ein Narr, wenn er schweigt, kann als weise gelten, wenn er seine Lippen verschließt, als verständig.

18,1 Wer sich absondert, sucht [sein] Begehren, gegen alle Umsicht platzt er los. 18,2 Kein Gefallen hat der Tor an Einsicht, sondern nur an der Entblößung seines Herzens. 18,3 Kommt ein Gottloser, kommt auch Verachtung und mit der Schandtat die Schmach. 18,4 Tiefe Wasser sind die Worte aus dem Mund eines Mannes, ein sprudelnder Bach, eine Quelle der Weisheit. 18,5 Es ist nicht gut, die Person des Gottlosen anzusehen, um den Gerechten abzuweisen im Gericht. 18,6 Die Lippen des Toren kommen an mit Streit, und sein Mund schreit nach Prügel. 18,7 Der Mund des Toren wird ihm zum Verderben, und seine Lippen sind eine Falle für seine Seele. 18,8 Die Worte des Ohrenbläsers sind wie Leckerbissen, sie gleiten hinab in die Kammern des Leibes. 18,9 Wer sich auch nur lässig zeigt bei seiner Arbeit, der ist ein Bruder des Verderbers. 18,10 Ein fester Turm ist der Name des HERRN; zu ihm läuft der Gerechte und ist in Sicherheit. 18,11 Das Vermögen des Reichen ist seine feste Stadt und wie eine hochragende Mauer – in seiner Einbildung. 18,12 Vor dem Sturz will das Herz des Mannes hoch hinaus, aber der Ehre geht Demut voraus. 18,13 Wer Antwort gibt, bevor er zuhört, dem ist es Narrheit und Schande. 18,14 Eines Mannes Geist erträgt seine Krankheit; aber einen niedergeschlagenen Geist, wer richtet den auf? 18,15 Das Herz des Verständigen erwirbt Erkenntnis, und das Ohr der Weisen sucht Erkenntnis. 18,16 Das Geschenk eines Menschen schafft ihm weiten Raum, und vor die Großen führt es ihn. 18,17 Im Recht [scheint], wer in seiner Streitsache als erster

[auftritt, bis] sein Nächster kommt und ihn ausforscht. 18,18 Streitigkeiten beendet das Los, und zwischen Starken entscheidet es. 18,19 Ein getäuschter Bruder [ist unzugänglicher] als eine befestigte Stadt; und Streitigkeiten sind wie der Riegel einer Burg. 18,20 Von der Frucht des Mundes eines Mannes wird sein Inneres satt, am Ertrag seiner Lippen ißt er sich satt. 18,21 Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen. 18,22 Wer eine Frau gefunden, hat Gutes gefunden und hat Wohlgefallen erlangt von dem HERRN. 18,23 Mit Flehen redet der Arme, der Reiche aber antwortet mit Härte. 18,24 Manche Gefährten schlagen sich, aber mancher Freund ist anhänglicher als ein Bruder.

19,1 Besser ein Armer, der in seiner Lauterkeit lebt, als einer, der verschlagene Lippen hat und der dabei ein Tor ist. 19,2 Ohne Erkenntnis ist selbst Eifer nicht gut; und wer mit den Füßen hastig ist, tritt fehl. 19,3 Die Narrheit des Menschen führt ihn in die Irre, aber auf den HERRN ist sein Herz wütend. 19,4 Reichtum verschafft immer mehr Freunde; aber der Geringe – sein Freund trennt sich [von ihm]. 19,5 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer Lügen vorbringt, wird nicht entkommen. 19,6 Viele umschmeicheln den Edlen, und jeder ist der [beste] Freund des freigebigen Mannes. 19,7 Alle Brüder des Armen hassen ihn; wieviel mehr halten sich seine Freunde von ihm fern! Er jagt Worten nach, die nichts sind. 19,8 Wer Klugheit erwirbt, liebt seine Seele; wer Einsicht bewahrt, wird Glück erlangen. 19,9 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lügen vorbringt, geht zugrunde. 19,10 Wohlleben steht einem Toren nicht an, wieviel weniger einem Sklaven, über Oberste zu herrschen! 19,11 Die Einsicht eines Menschen macht ihn langmütig, und sein Ruhm ist es, an der Übertretung vorüberzugehen. 19,12 Wie das Knurren eines Junglöwen ist die Wut des Königs, aber wie Tau auf dem Gras ist sein Wohlgefallen. 19,13 Verderben für seinen Vater ist ein törichter Sohn, und ein tropfendes Dach, das [einen] vertreibt, sind die Zänkereien einer Frau. 19,14 Haus und Habe sind ein Erbteil der Väter, von dem HERRN aber ist eine einsichtsvolle Frau. 19,15 Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und eine lässige Seele muß hungern. 19,16 Wer das Gebot bewahrt, bewahrt sein Leben; wer seine Wege verachtet, muß sterben. 19,17 Wer über den Geringen sich erbarmt, leiht dem HERRN, und seine Wohltat wird er ihm vergelten. 19,18 Züchtige deinen Sohn, solange [noch] Hoffnung da ist; aber laß dich nicht dazu hinreißen, ihn zu töten! 19,19 Wer maßlos zornig ist, muß [seine] Geldbuße zahlen; denn greifst du auch ein, so machst du es nur noch schlimmer. 19,20 Höre auf [guten] Rat und nimm Zucht an, damit du für die Zukunft weise wirst! 19,21 Viele Gedanken sind im Herzen eines Mannes; aber der Ratschluß des HERRN, er kommt zustande. 19,22 Gewinn für den Menschen ist seine Mildtätigkeit, und besser ein armer als ein verlogener Mann. 19,23 Die Furcht des HERRN [gereicht] zum Leben; und gesättigt verbringt man die Nacht, wird nicht heimgesucht vom Bösen. 19,24 Hat der Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, nicht einmal zu seinem Mund bringt er sie zurück. 19,25 Schlägst du den Spötter, so wird der Einfältige klug; und weist man den Verständigen zurecht, so wird er auf Erkenntnis achtgeben. 19,26 Wer den Vater mißhandelt, die Mutter verjagt, ist ein Sohn, der Schande und Schmach bringt. 19,27 Hör auf, mein Sohn, Zucht anzuhören, um [dann] abzuirren von den Worten der Erkenntnis! 19,28 Ein nichtswürdiger Zeuge verspottet das Recht, und der Mund der Gottlosen verbreitet Unheil. 19,29 Für die Spötter stehen Gerichte bereit, und Prügel für den Rücken der Toren.

20,1 Ein Spötter ist der Wein, ein Lärmer der Rauschtrank; und jeder, der davon taumelt, ist unweise. 20,2 Wie das Knurren eines Junglöwen ist der Schrecken des Königs, wer sich seinen Zorn zuzieht, verwirkt sein Leben. 20,3 Ehre ist es dem Mann, vom Streit abzulassen, jeder Narr aber fängt [Streit] an. 20,4 Im Winter pflügt der Faule nicht; sucht er zur Erntezeit, dann ist nichts da. 20,5 Tiefes Wasser ist der Ratschluß im Herzen des Mannes, aber ein verständiger Mann schöpft ihn herauf. 20,6 Die meisten Menschen rufen ihre eigene Frömmigkeit aus; aber einen zuverlässigen Mann, wer findet [ihn]? 20,7 Wer in seiner Lauterkeit als Gerechter lebt – glücklich seine Kinder nach ihm! 20,8 Ein König, der auf dem Richterstuhl sitzt, sondert mit seinen Augen alles Böse aus. 20,9 Wer darf sagen: Ich habe mein Herz rein gehalten, ich bin rein von meiner Sünde? 20,10 Zweierlei Gewichtsteine, zweierlei Efa, sie sind alle beide ein Greuel für den HERRN. 20,11 Schon in seinen Taten gibt sich ein Junge zu erkennen, ob sein Handeln lauter und ob es redlich ist. 20,12 Das hörende Ohr und das sehende Auge, der HERR hat sie alle beide gemacht. 20,13 Liebe nicht den Schlaf, damit du nicht verarmst; halte deine Augen offen, dann kannst du dich an Brot satt essen! 20,14 Schlecht, schlecht! sagt der Käufer; und wenn er weggeht, dann rühmt er sich. 20,15 Es gibt Gold und viele Korallen; aber ein kostbarer Schmuck sind Lippen der Erkenntnis. 20,16 Nimm ihm das Kleid, denn er hat für einen Fremden gebürgt; und wegen der Ausländer pfände ihn! 20,17 Süß [schmeckt] dem Mann das Brot der Lüge, aber hinterher ist sein Mund voller Kies. 20,18 Pläne kommen durch Beratung zustande, und mit weiser Überlegung führe Krieg! 20,19 Wer Anvertrautes preisgibt, geht als Verleumder umher; und mit dem, der seine Lippen aufsperrt, laß dich nicht ein! 20,20 Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird erlöschen in tiefster Finsternis! 20,21 Ein Erbe, schnell erworben im Anfang, wird an seinem Ende nicht gesegnet sein. 20,22 Sage nicht: Ich will Böses vergelten! Harre auf den HERRN, so wird er dich retten! 20,23 Ein Greuel sind für den HERRN zweierlei Gewichtsteine, und trügerische Waagschalen sind nicht gut. 20,24 Vom HERRN sind die Schritte des Mannes [bestimmt]; und der Mensch, wie sollte er seinen Weg verstehen? 20,25 Eine Falle für den Menschen ist es, vorschnell zu sagen: Geheiligt! – und [erst] nach den Gelübden zu überlegen. 20,26 Ein weiser König sondert die Gottlosen aus und läßt das Rad über sie gehen. 20,27 Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des HERRN, durchforscht alle Kammern des Leibes. 20,28 Güte und Treue behüten den König, und durch Güte stützt er seinen Thron. 20,29 Der Schmuck der jungen Männer ist ihre Kraft, graues Haar aber die Zierde der Alten. 20,30 Blutige Striemen reinigen den Bösen, und Schläge die Kammern des Leibes.

21,1 [Wie] Wasserbäche ist das Herz eines Königs in der Hand des HERRN; wohin immer er will, neigt er es. 21,2 Jeder Weg eines Mannes ist gerade in seinen Augen, aber der die Herzen prüft, ist der HERR. 21,3 Gerechtigkeit und Recht üben ist dem HERRN lieber als Schlachtopfer. 21,4 Stolz der Augen und Hochmut des Herzens – die Leuchte der Gottlosen ist Sünde. 21,5 Die Pläne des Fleißigen [führen] nur zum Gewinn; aber jeder, der hastig ist, erreicht nur Mangel. 21,6 Erwerb von Schätzen durch eine lügnerische Zunge ist [wie] verwehter Dunst, eine Falle des Todes. 21,7 Die Gewalttat der Gottlosen reißt sie mit weg, denn sie weigern sich, das Rechte zu tun. 21,8 Gewunden ist der Weg des schuldbeladenen Mannes; der Lautere aber, sein Tun ist gerade. 21,9 Besser auf dem Dach in einer Ecke wohnen als eine zänkische Frau und ein gemeinsames Haus. 21,10 Die Seele des Gottlosen giert nach Bösem, keine Gnade findet bei ihm sein Nächster. 21,11 Wenn man dem Spötter Geldbuße auferlegt, dann wird der Einfältige weise; und wenn man den Weisen belehrt, nimmt er Erkenntnis an. 21,12 Ein Gerechter hat acht auf das Haus des Gottlosen, er stürzt die Gottlosen ins Unglück. 21,13 Wer sein Ohr verstopft vor dem Hilfeschrei des Geringen, auch er wird [einst] rufen und keine Antwort erhalten. 21,14 Eine Gabe im Verborgenen wendet Zorn ab, und ein Geschenk im Gewandbausch heftigen Grimm. 21,15 Freude ist es für den Gerechten, wenn Recht geschieht; Schrecken aber für die Übeltäter. 21,16 Ein Mensch, der von dem Weg der Einsicht abirrt, wird ruhen in der Versammlung der Schatten. 21,17 Dem Mangel verfällt, wer Festfreude liebt; wer Wein und Öl liebt, wird nicht reich. 21,18 Lösegeld für den Gerechten ist der Gottlose, und an die Stelle der Aufrichtigen tritt der Treulose. 21,19 Besser ist es, im Land der Wüste zu wohnen, als eine zänkische Frau und Verdruß. 21,20 Ein begehrenswerter Schatz und Öl ist an der Wohnstätte des Weisen, ein törichter Mensch aber verschlingt es. 21,21 Wer der Gerechtigkeit und Gnade nachjagt, findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre. 21,22 Eine Stadt von Helden ersteigt der Weise und stürzt nieder das Bollwerk, auf das sie sich verläßt. 21,23 Wer seinen Mund und seine Zunge bewahrt, bewahrt vor Nöten seine Seele. 21,24 Der anmaßend Übermütige – Spötter ist sein Name – handelt mit maßlosem Übermut. 21,25 Die Begierde des Faulen bringt ihm den Tod, denn seine Hände weigern sich zu arbeiten. 21,26 Den ganzen Tag giert er voller Begierde, aber der Gerechte gibt und hält nicht zurück. 21,27 Das Schlachtopfer der Gottlosen ist ein Greuel [für den HERRN]; wieviel mehr, wenn man es in schändlicher Absicht bringt! 21,28 Ein Lügenzeuge wird zugrunde gehen; ein Mann aber, der zuhört, redet für lange Dauer. 21,29 Mit frechem Gesicht tritt der gottlose Mann auf; der Aufrichtige aber, er achtet auf seinen Weg. 21,30 Es gibt keine Weisheit und keine Einsicht und keinen Rat gegenüber dem HERRN. 21,31 Das Pferd wird gerüstet für den Tag der Schlacht, aber die Rettung ist [Sache] des HERRN.

22,1 Ein [guter] Name ist vorzüglicher als großer Reichtum, besser als Silber und Gold ist Anmut. 22,2 Reiche und Arme begegnen sich; der sie alle gemacht hat, ist der HERR. 22,3 Der Kluge sieht das Unglück und verbirgt sich; die Einfältigen aber gehen weiter und müssen es büßen. 22,4 Die Folge der Demut [und] der Furcht des HERRN ist Reichtum und Ehre und Leben. 22,5 Dornen [und] Schlingen sind auf dem Weg des Verschlagenen; wer sein Leben bewahren will, hält sich fern von ihnen. 22,6 Erziehe den Knaben seinem Weg gemäß; er wird nicht davon weichen, auch wenn er älter wird. 22,7 Der Reiche herrscht über die Armen, und Sklave ist der Schuldner [seinem] Gläubiger. 22,8 Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten, und der Stock seines Wütens wird ein Ende nehmen. 22,9 Wer gütigen Auges ist, der wird gesegnet werden; denn er gibt von seinem Brot dem Geringen. 22,10 Treibe den Spötter fort, so zieht der Zank mit hinaus, und Streiten und Schimpfen hören auf. 22,11 Wer Reinheit des Herzens liebt, wessen Lippen wohlgefällig [reden], dessen Freund ist der König. 22,12 Die Augen des HERRN behüten die Erkenntnis, und er bringt die Worte des Treulosen zu Fall. 22,13 Der Faule sagt: Ein Löwe ist draußen; mitten auf den Plätzen könnte ich getötet werden! 22,14 Eine tiefe Grube ist der Mund von fremden Frauen; wem der HERR zürnt, der fällt hinein. 22,15 Haftet Narrheit am Herzen des Knaben, die Rute der Zucht entfernt sie davon. 22,16 Wer den Geringen unterdrückt, verschafft ihm [nur] mehr; wer dem Reichen gibt, [das gereicht] nur zum Mangel. 22,17 Neige dein Ohr und höre die Worte von Weisen und richte dein Herz auf meine Erkenntnis! 22,18 Denn lieblich ist es, wenn du sie in deinem Innern bewahrst. Sie mögen sich alle miteinander auf deinen Lippen bereithalten! 22,19 Damit dein Vertrauen auf dem HERRN steht, belehre ich dich heute, gerade dich. 22,20 Habe ich dir nicht dreißig [Sprüche] aufgeschrieben mit Ratschlägen und Erkenntnis, 22,21 um dich zu lehren die Wahrheit zuverlässiger Worte, so daß du denen, die dich gesandt haben, zuverlässige Antwort geben kannst? 22,22 Beraube nicht den Geringen, weil er gering ist, und zertritt nicht den Elenden im Tor! 22,23 Denn der HERR führt ihren Rechtsstreit und raubt ihren Räubern das Leben. 22,24 Laß dich nicht ein mit einem Zornigen, und mit einem Mann, der sich schnell erregt, verkehre nicht, 22,25 damit du dich nicht an seine Pfade gewöhnst und deinem Leben eine Falle stellst! 22,26 Sei nicht unter denen, die Handschlag geben, unter denen, die für ein Darlehen bürgen. 22,27 Wenn du [dann] nichts hast, um zu bezahlen, warum soll man dein Bett unter dir wegnehmen? 22,28 Verrücke nicht die uralte Grenze, die deine Väter gemacht haben! 22,29 Siehst du einen Mann, der gewandt ist in seinem Geschäft, – vor Könige wird er hintreten, er wird nicht vor Niedrige hintreten.

23,1 Wenn du dich hinsetzt, um mit einem Herrscher zu speisen, so achte ja auf das, was du vor dir hast! 23,2 Und setze ein Messer an deine Kehle, wenn du heißhungrig bist! 23,3 Sei nicht begierig auf seine Leckerbissen, denn das ist eine trügerische Speise! 23,4 Mühe dich nicht ab, es zu Reichtum zu bringen, da verzichte auf deine Klugheit! 23,5 Wenn du deine Augen darauf richtest, ist er nicht [mehr] da. Denn plötzlich macht er sich Flügel wie ein Adler und fliegt zum Himmel. 23,6 Iß nicht das Brot des Mißgünstigen und sei nicht begierig auf seine Leckerbissen! 23,7 Denn wie ein Haar in seiner Kehle, so ist es. Iß und trink! sagt er zu dir, aber sein Herz ist nicht mit dir. 23,8 Deinen Bissen, den du gegessen hast, den mußt du ausspeien, und vergeudet hast du deine freundlichen Worte. 23,9 Zu den Ohren eines Toren rede nicht, denn er wird deine klugen Worte verachten! 23,10 Verrücke nicht die uralte Grenze, und in die Felder der Waisen dringe nicht ein! 23,11 Denn ihr Erlöser ist stark; er selbst wird ihren Rechtsstreit gegen dich führen. 23,12 Bring her zur Zucht dein Herz, und deine Ohren zu den Worten der Erkenntnis! 23,13 Entziehe dem Knaben die Züchtigung nicht! Wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. 23,14 Du schlägst ihn mit der Rute, aber errettest sein Leben vom Scheol. 23,15 Mein Sohn, wen dein Herz weise ist, freut sich auch mein Herz; 23,16 und meine Nieren frohlocken, wenn deine Lippen Aufrichtiges reden. 23,17 Dein Herz eifere nicht gegen die Sünder, sondern um die Furcht des HERRN jeden Tag! 23,18 Denn wahrlich, es gibt [noch] ein Ende, und dann wird deine Hoffnung nicht zuschanden. 23,19 Höre du, mein Sohn, und werde weise und leite dein Herz den [geraden] Weg! 23,20 Sei nicht unter Weinsäufern, [noch] unter denen, die Fleisch verprassen! 23,21 Denn ein Säufer und Schlemmer verarmt, und Schläfrigkeit kleidet in Lumpen. 23,22 Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt geworden ist! 23,23 Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, [dazu] Weisheit und Zucht und Verstand! 23,24 Freudig frohlockt der Vater eines Gerechten, [und] wer einen Weisen gezeugt hat, der kann sich über ihn freuen. 23,25 Es freue sich dein Vater und deine Mutter, und es frohlocke, die dich geboren hat! 23,26 Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und deine Augen laß an meinen Wegen Gefallen haben! 23,27 Denn eine tiefe Grube ist die Hure, und ein enger Brunnen die fremde [Frau]; 23,28 ja, sie lauert wie ein Räuber, und sie vermehrt die Treulosen unter den Menschen. 23,29 Wer hat Ach, wer hat Weh, wer Zänkereien, wer Klage, wer Wunden ohne Ursache, wer trübe Augen? 23,30 Die spät beim Wein noch sitzen, die einkehren, um den Mischkrug zu erforschen. 23,31 Sieh den Wein nicht an, wenn er so rötlich schimmert, wenn er im Becher funkelt [und] leicht hinuntergleitet. 23,32 Zuletzt beißt er wie eine Schlange und speit [Gift] wie eine Viper. 23,33 Deine Augen sehen Seltsames, und dein Herz redet Verworrenes, 23,34 und du bist wie einer, der im Herzen des Meeres liegt, und wie einer, der da liegt im Ausguck am Mast. 23,35 `Man hat mich geschlagen, es schmerzte mich nicht; man hat mich geprügelt, ich merkte es nicht. Wann werde ich aufwachen? Ich will ihn noch einmal aufsuchen.
24,1 Sei nicht neidisch auf böse Menschen und nicht begierig, bei ihnen zu sein! 24,2 Denn ihr Herz plant Gewalttat, und Unheil reden ihre Lippen. 24,3 Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, und durch Verstand wird es befestigt; 24,4 und durch Erkenntnis füllen sich die Kammern mit allerlei kostbaren und angenehmen Gütern. 24,5 Ein weiser Mann ist mehr als ein starker, und ein Mann von Erkenntnis ist besser als ein kraftvoller. 24,6 Denn mit weiser Überlegung führst du deinen Krieg, und Rettung [kommt] durch viele Ratgeber. 24,7 Zu hoch ist dem Narren die Weisheit, im Tor macht er seinen Mund nicht auf. 24,8 Wer darauf sinnt, Böses zu tun, den nennt man einen Ränkeschmied. 24,9 Die Ränke des Narren sind Sünde, und ein Greuel für die Menschen ist der Spötter. 24,10 Zeigst du dich lässig am Tag der Not, gerät [auch] deine Kraft in Not. 24,11 Rette die, die zum Tode geschleppt werden; und die zur Schlachtung hinwanken, o halte [sie] zurück! 24,12 Wenn du sagst: Siehe, wir wußten nichts davon! – ist es nicht so: der die Herzen prüft, er merkt es, und der auf deine Seele achthat, er weiß es? Er vergilt dem Menschen nach seinem Tun. 24,13 Iß Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist deinem Gaumen süß. 24,14 Ebenso suche die Weisheit für deine Seele! Wenn du sie gefunden hast, so gibt es Zukunft, und deine Hoffnung wird nicht vernichtet. 24,15 Lauere nicht der Wohnstätte des Gerechten auf, du Gottloser; zerstöre nicht seinen Lagerplatz! 24,16 Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht [doch wieder] auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück. 24,17 Wenn dein Feind fällt, freue dich nicht, und wenn er stürzt, frohlocke dein Herz nicht, 24,18 damit nicht der HERR es sieht und es böse ist in seinen Augen und er seinen Zorn von jenem abwendet! 24,19 Entrüste dich nicht über die Übeltäter! Ereifere dich nicht gegen die Gottlosen! 24,20 Denn für den Bösen gibt es keine Zukunft, die Leuchte der Gottlosen erlischt. 24,21 Fürchte den HERRN, mein Sohn, und den König! Mit Aufrührern laß dich nicht ein! 24,22 Denn plötzlich erhebt sich ihr Verderben und ihrer beider Untergang unvermutet.
24,23 Auch diese sind von den Weisen: Die Person ansehen im Gericht ist nicht recht. 24,24 Wer zu dem Schuldigen sagt: Du bist gerecht! – den verfluchen Völker, den verwünschen Völkerschaften. 24,25 Denen aber, die [ihn] zurechtweisen, geht es gut, und bei ihnen trifft das Glück des Segenswunsches ein. 24,26 Die Lippen küßt, wer eine richtige Antwort gibt. 24,27 Besorge draußen deine Arbeit und bestelle sie dir auf dem Feld! Danach magst du dann dein Haus bauen. 24,28 Werde nicht ohne Grund Zeuge gegen deinen Nächsten! Willst du etwa täuschen mit deinen Lippen? 24,29 Sage nicht: Wie er mir getan hat, so will ich ihm tun, will jedem vergelten nach seinem Tun! 24,30 Am Acker eines Faulen kam ich vorüber und am Weinberg eines Menschen ohne Verstand. 24,31 Und siehe, er war ganz in Nesseln aufgegangen, seine Fläche war mit Unkraut bedeckt, und seine steinerne Mauer eingerissen. 24,32 Und ich schaute es, ich nahm es mir zu Herzen. Ich sah es, nahm mir [daraus] die Lehre: 24,33 Noch ein wenig Schlaf, noch ein wenig Schlummer, noch ein wenig Händefalten, um auszuruhen, – 24,34 und wie ein Landstreicher kommt deine Armut, und dein Mangel wie ein unverschämter Mann.

25,1 Auch dies sind Sprüche Salomos, die die Männer Hiskias, des Königs von Juda, zusammengetragen haben: 25,2 Gottes Ehre ist es, eine Sache zu verbergen, die Ehre der Könige aber, eine Sache zu erforschen. 25,3 Der Himmel an Höhe und die Erde an Tiefe und das Herz der Könige sind unerforschlich. 25,4 Man entferne die Schlacken aus dem Silber, so gelingt dem Goldschmied ein Gerät. 25,5 Man entferne den Gottlosen vom König, so steht sein Thron fest durch Gerechtigkeit. 25,6 Brüste dich nicht vor dem König und an den Platz der Großen stelle dich nicht! 25,7 Denn besser man sagt zu dir: Komm hier herauf! – als daß man dich heruntersetzt vor einem Edlen. Was deine Augen gesehen haben 25,8 – geh [damit] nicht vorschnell zum Gericht! Denn was willst du hinterher machen, wenn dich dein Nächster beschämt? – 25,9 Deinen Rechtsstreit führe mit deinem Nächsten, aber gib nicht preis, was ein anderer dir anvertraut hat, 25,10 damit dich nicht schmäht, wer es hört, und dein übler Ruf nicht mehr weicht! 25,11 Goldene Äpfel in silbernen Prunkschalen, [so ist] ein Wort, geredet zu seiner Zeit. 25,12 Ein goldener Ohrring und ein Halsgeschmeide aus feinem Gold, [so ist] ein weiser Mahner für ein hörendes Ohr. 25,13 Wie Kühlung des Schnees an einem Erntetag ist ein zuverlässiger Bote denen, die ihn senden: die Seele seines Herrn erquickt er. 25,14 Aufziehende [Wolken] mit Wind, doch kein Regen, [so ist] ein Mann, der mit trügerischem Geschenk prahlt. 25,15 Durch langen Atem wird ein Richter überredet, und eine sanfte Zunge zerbricht Knochen. 25,16 Hast du Honig gefunden, iß [nur] deinen Bedarf, damit du ihn nicht satt wirst und ihn ausspeist! 25,17 Mache deinen Fuß selten im Haus deines Nächsten, damit er dich nicht satt wird und dich haßt! 25,18 Hammer und Schwert und geschärfter Pfeil, [so ist] ein Mann, der als falscher Zeuge gegen seinen Nächsten aussagt. 25,19 Ein zerbrochener Zahn und ein wankender Fuß, [so ist] das Vertrauen auf den Treulosen am Tag der Not. 25,20 Einer, der das Oberkleid ablegt am Tag der Kälte, [oder] Essig auf Natron, so [ist es], wenn einer einem traurigen Herzen Lieder singt. 25,21 Wenn dein Hasser Hunger hat, gib ihm Brot zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm Wasser zu trinken! 25,22 Denn glühende Kohlen häufst du auf sein Haupt, und der HERR wird es dir vergelten. 25,23 Nordwind gebiert Regen, und eine heimliche Zunge verdrießliche Gesichter. 25,24 Besser, auf dem Dach in einer Ecke wohnen, als eine zänkische Frau und ein gemeinsames Haus. 25,25 Kühles Wasser auf eine lechzende Kehle, so ist eine gute Nachricht aus einem fernen Land. 25,26 Getrübter Quell und verdorbener Brunnen, [so ist] ein Gerechter, der vor einem Gottlosen wankt. 25,27 Zuviel Honig essen ist nicht gut, und ehrende Worte gebrauche sparsam! 25,28 Eine aufgebrochene Stadt ohne Mauer, [so ist] ein Mann ohne Selbstbeherrschung.

26,1 Wie Schnee im Sommer und wie Regen in der Ernte, so unpassend ist Ehre für einen Toren. 26,2 Wie der Sperling hin und her flattert, wie die Schwalbe wegfliegt, so ein unverdienter Fluch: er trifft nicht ein. 26,3 Die Peitsche für das Pferd, der Zaum für den Esel und der Stock für den Rücken der Toren. 26,4 Antworte dem Toren nicht nach seiner Narrheit, damit nicht auch du ihm gleich wirst! 26,5 Antworte dem Toren nach seiner Narrheit, damit er nicht weise bleibt in seinen Augen! 26,6 Es verstümmelt sich die Füße, es trinkt Gewalttat, wer Nachricht sendet durch einen Toren. 26,7 Schlaff hängen die Schenkel am Lahmen herab, so ist ein Weisheitsspruch im Mund der Toren. 26,8 Wie das Festbinden eines Steines in einer Schleuder, so [ist], wer einem Toren Ehre erweist. 26,9 Ein Dornzweig geriet in die Hand eines Betrunkenen und ein Weisheitsspruch in den Mund von Toren. 26,10 Ein Schütze, der alles verwundet, so ist, wer einen Toren in Dienst nimmt und Vorübergehende in Dienst nimmt. 26,11 Wie ein Hund, der zurückkehrt zu seinem Gespei, [so ist] ein Tor, der seine Narrheit wiederholt. 26,12 Siehst du einen Mann, der in seinen Augen weise ist, – für einen Toren gibt es mehr Hoffnung als für ihn. 26,13 Der Faule spricht: Ein Junglöwe ist auf dem Weg, ein Löwe mitten auf den Plätzen! 26,14 Die Tür dreht sich in ihrer Angel und der Faule auf seinem Bett. 26,15 Hat der Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, ist es ihm zu beschwerlich, sie an seinen Mund zurückzubringen. 26,16 Der Faule ist in seinen Augen weiser als sieben, die verständig antworten. 26,17 Der packt einen Hund bei den Ohren, wer im Vorbeigehen sich über einen Streit ereifert, der ihn nichts angeht. 26,18 Wie ein Wahnsinniger, der Brandgeschosse, Pfeile und Tod schleudert, 26,19 so ist ein Mann, der seinen Nächsten betrügt und [dann] sagt: Habe ich [denn] nicht [nur] Spaß gemacht? 26,20 Wo das Holz zu Ende geht, erlischt das Feuer; und wo kein Ohrenbläser ist, kommt der Zank zur Ruhe. 26,21 Kohle zur Kohlenglut und Holz zum Feuer und einen zänkischen Mann, um Streit zu entfachen. 26,22 Die Worte des Ohrenbläsers sind wie Leckerbissen, und sie gleiten hinab in die Kammern des Leibes. 26,23 Silberglasur, auf Tongeschirr gebracht, [so sind] feurige Lippen und ein böses Herz. 26,24 Mit seinen Lippen verstellt sich der Gehässige, aber in seinem Innern hegt er Betrug. 26,25 Wenn er seine Stimme lieblich macht, traue ihm nicht! Denn sieben Greuel sind in seinem Herzen. 26,26 Mag sich der Haß verbergen in Täuschung, seine Bosheit wird [doch] in der Versammlung enthüllt werden. 26,27 Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer einen Stein wälzt, auf den rollt er zurück. 26,28 Eine Lügenzunge haßt die von ihr Zermalmten; und ein glatter Mund bereitet Sturz.
27,1 Rühme dich nicht des morgigen Tages! Denn du weißt nicht, was ein Tag gebiert. 27,2 Es rühme dich ein anderer und nicht dein [eigener] Mund, ein Fremder und nicht deine Lippen! 27,3 Schwer ist der Stein, und eine Last ist der Sand, aber der Ärger über einen Narren ist schwerer als beide. 27,4 Grausam ist der Grimm und überflutend der Zorn. Wer aber kann bestehen vor der Eifersucht? 27,5 Besser offene Rüge als verborgen gehaltene Liebe. 27,6 Treu gemeint sind die Schläge dessen, der liebt, aber überreichlich die Küsse des Hassers. 27,7 Der Satte tritt Honig [mit Füßen]; aber dem Hungrigen ist alles Bittere süß. 27,8 Wie ein Vogel, der fern von seinem Nest schweift, so ist ein Mann, der fern von seinem Wohnort schweift. 27,9 Öl und Räucherwerk erfreuen das Herz, und die Süße eines Freundes [kommt] aus dem Rat der Seele. 27,10 Deinen Freund und deines Vaters Freund laß nicht fahren und geh nicht in deines Bruders Haus am Tag deiner Not! Besser ein naher Nachbar als ein ferner Bruder. 27,11 Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich meinem Schmäher Antwort geben kann! 27,12 Der Kluge sieht das Unglück [und] verbirgt sich; die Einfältigen gehen weiter [und] müssen büßen. 27,13 Nimm ihm das Kleid, denn er hat für einen anderen gebürgt, und anstelle der Ausländerin pfände ihn! 27,14 [Da ist einer], der wünscht – am Morgen früh aufgestanden – seinem Nächsten mit lauter Stimme Glück, aber als Verwünschung wird es ihm angerechnet. 27,15 Ein tropfendes Dach, das [einen] vertreibt am Tag des Regengusses, und eine zänkische Frau gleichen sich. 27,16 Wer sie zurückhalten will, hält Wind zurück, und seine Rechte greift nach Öl. 27,17 Eisen wird durch Eisen geschärft, und ein Mann schärft das Angesicht seines Nächsten. 27,18 Wer den Feigenbaum hütet, wird seine Frucht essen; und wer über seinen Herrn wacht, wird geehrt werden. 27,19 Wie im Wasser das Gesicht dem Gesicht [entspricht], so das Herz des Menschen dem Menschen. 27,20 Scheol und Abgrund werden nicht satt, und die Augen des Menschen werden nicht satt. 27,21 Der Schmelztiegel für das Silber und der Ofen für das Gold, und ein Mann [wird beurteilt] nach seinem Ruf. 27,22 Zerstießest du den Narren mit dem Stößel im Mörser mitten unter den Sandkörnern, so würde seine Narrheit [doch] nicht von ihm weichen. 27,23 Kümmere dich sorgfältig um das Aussehen deiner Schafe, richte deine Aufmerksamkeit auf die Herden! 27,24 Denn nicht ewig [reicht] der Vorrat. Und [währt] etwa eine Krone von Generation zu Generation? 27,25 Ist das Heu geerntet und erscheint frisches Gras und sind eingesammelt die Kräuter der Berge, 27,26 [dann gibt es] Lämmer zu deiner Bekleidung und Böcke als Kaufpreis für ein Feld; 27,27 und genug Ziegenmilch ist da zu deiner Nahrung, zur Nahrung deines Hauses, und Lebensunterhalt für deine Mägde.

28,1 Es flieht der Gottlose, ohne daß ihm einer nachjagt; der Gerechte aber fühlt sich sicher wie ein Junglöwe. 28,2 Durch die Verbrechen eines Landes werden zahlreich seine Obersten; aber durch einen verständigen, einsichtigen Mann hat das Rechte lange Bestand. 28,3 Ein Mann, der ein Haupt ist und die Geringen unterdrückt, ist ein Regen, der wegschwemmt und kein Brot [bringt]. 28,4 Die das Gesetz verlassen, rühmen die Gottlosen; die aber das Gesetz bewahren, entrüsten sich über sie. 28,5 Böse Menschen verstehen nicht, was recht ist; die aber den HERRN suchen, verstehen alles. 28,6 Besser ein Armer, der in seiner Lauterkeit lebt, als ein Verschlagener, [der] auf zwei Wegen [geht] und der dabei reich ist. 28,7 Wer das Gesetz befolgt, ist ein verständiger Sohn; wer sich aber mit Schlemmern einläßt, macht seinem Vater Schande. 28,8 Wer seinen Besitz durch Zins und durch Aufschlag vermehrt, sammelt ihn für den, der sich über die Geringen erbarmt. 28,9 Wer sein Ohr abwendet vom Hören des Gesetzes, dessen Gebet sogar ist ein Greuel. 28,10 Wer Redliche irreführt auf einen bösen Weg, wird selbst in seine Grube fallen; aber die Lauteren nehmen Gutes in Besitz. 28,11 Weise in seinen Augen ist der Reiche, aber ein Geringer, der verständig ist, durchschaut ihn. 28,12 Wenn die Gerechten triumphieren, ist die Herrlichkeit groß; wenn aber die Gottlosen aufkommen, versteckt sich der Mensch. 28,13 Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben; wer sie aber bekennt und läßt, wird Erbarmen finden. 28,14 Glücklich der Mensch, der beständig in der [Gottes]furcht bleibt! Wer aber sein Herz verhärtet, wird ins Unglück fallen. 28,15 Ein knurrender Löwe und ein gieriger Bär, [so ist] ein gottloser Herrscher über ein geringes Volk. 28,16 [Mancher] Fürst ist ohne Verstand und reich an Erpressungen; wer [aber] unrechtmäßigen Gewinn haßt, wird [seine] Tage verlängern. 28,17 Ein Mensch, belastet mit dem Blut einer Seele, ist flüchtig bis zum Grab; man unterstütze ihn nicht! 28,18 Wer redlich lebt, findet Hilfe; wer aber krumme Wege geht, wird auf einem [davon] fallen. 28,19 Wer sein Ackerland bebaut, wird sich satt essen können an Brot; wer aber nichtigen Dingen nachjagt, wird sich an der Armut satt essen. 28,20 Ein zuverlässiger Mann ist reich an Segnungen; wer aber hastet, um es zu Reichtum zu bringen, bleibt nicht ungestraft. 28,21 Die Person ansehen ist nicht gut, und für einen Bissen Brot kann ein Mann zum Verbrecher werden. 28,22 Ein mißgünstiger Mann hastet nach Besitz, und er erkennt nicht, daß Mangel über ihn kommt. 28,23 Wer einen Menschen zurechtweist, findet letztlich mehr Gunst als einer, der mit der Zunge schmeichelt. 28,24 Wer seinen Vater oder seine Mutter beraubt und sagt: [das ist] kein Verbrechen! – der ist ein Geselle des Verderbers. 28,25 Der Habgierige erregt Streit; wer aber auf den HERRN vertraut, wird reichlich gesättigt. 28,26 Wer auf seinen Verstand vertraut, der ist ein Tor; wer aber in Weisheit lebt, der wird entkommen. 28,27 Wer dem Armen gibt, wird keinen Mangel haben; wer aber seine Augen verhüllt, wird reich an Flüchen. 28,28 Wenn die Gottlosen aufkommen, verbirgt sich der Mensch; aber wenn sie umkommen, werden die Gerechten zahlreich.

29,1 Ein Mann, der [trotz] Ermahnungen halsstarrig bleibt, wird plötzlich zerschmettert werden ohne Heilung. 29,2 Wenn die Gerechten zahlreich sind, freut sich das Volk; wenn aber ein Gottloser herrscht, seufzt das Volk. 29,3 Ein Mann, der Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; wer sich aber mit Huren einläßt, richtet den Besitz zugrunde. 29,4 Ein König gibt durch das Recht dem Land Bestand; aber wer [nur] Abgaben erhebt, zerstört es. 29,5 Ein Mann, der seinem Nächsten schmeichelt, breitet ein Fangnetz vor seinen Schritten aus. 29,6 Im Verbrechen des bösen Menschen [liegt] eine Falle [für ihn]; aber der Gerechte jauchzt und ist fröhlich. 29,7 Der Gerechte ist bedacht auf den Rechtsanspruch der Geringen; der Gottlose versteht sich nicht auf Erkenntnis. 29,8 Spötter versetzen eine Stadt in Aufruhr, Weise aber wenden den Zorn ab. 29,9 Tritt ein weiser Mann mit einem närrischen Mann vor Gericht, tobt der und lacht, aber es gibt keine Ruhe. 29,10 Blutmenschen hassen den Rechtschaffenen, aber die Aufrichtigen suchen [das Beste für] sein Leben. 29,11 Seinen ganzen Unmut läßt der Tor herausfahren, aber der Weise beschwichtigt ihn zuletzt. 29,12 Ein Herrscher, der auf Lügenrede achtet, dessen Diener sind alle gottlos. 29,13 Der Arme und der Unterdrücker begegnen sich; der ihrer beider Augen hell macht, ist der HERR. 29,14 Ein König, der die Geringen in Wahrhaftigkeit richtet, dessen Thron wird feststehen für immer. 29,15 Rute und Ermahnung geben Weisheit; aber ein sich selbst überlassener Junge macht seiner Mutter Schande. 29,16 Wenn die Gottlosen zahlreich werden, werden zahlreich die Verbrechen; aber die Gerechten werden ihrem Sturz zusehen. 29,17 Züchtige deinen Sohn, so wird er dich erquicken und dir Freude machen. 29,18 Wenn keine Offenbarung da ist, verwildert ein Volk; aber wohl ihm, wenn es das Gesetz beachtet! 29,19 Durch Worte läßt sich ein Sklave nicht belehren; denn er versteht [zwar], aber er kehrt sich nicht daran. 29,20 Siehst du einen Mann, der sich in seinen Worten überhastet, – für einen Toren gibt es mehr Hoffnung als für ihn. 29,21 Wenn einer seinen Sklaven von Jugend auf verhätschelt, so wird der zuletzt rebellisch. 29,22 Ein zorniger Mann erregt Streit, und ein Hitziger ist reich an Vergehen. 29,23 Der Hochmut eines Menschen erniedrigt ihn; der Demütige aber erlangt Ehre. 29,24 Wer mit einem Dieb teilt, haßt sein Leben: er hört den Fluch, aber zeigt es nicht an. 29,25 Menschenfurcht stellt eine Falle; wer aber auf den HERRN vertraut, ist in Sicherheit. 29,26 Viele suchen das Angesicht eines Herrschers, doch von dem HERRN [kommt] das Recht eines Mannes. 29,27 Ein Greuel für die Gerechten ist der Übeltäter, aber ein Greuel für den Gottlosen ist, wer redlich [seinen] Weg [geht].

30,1 Worte Agurs, des Sohnes des Jake, aus Massa. Ausspruch des Mannes: Bemüht habe ich mich um Gott, bemüht habe ich mich um Gott und bin vergangen. 30,2 Denn ich bin zu dumm für einen Mann, und Menschenverstand habe ich nicht. 30,3 Und Weisheit habe ich nicht gelernt, daß ich Erkenntnis des Heiligen kennen könnte. 30,4 Wer ist hinaufgestiegen zum Himmel und herabgefahren? Wer hat den Wind in seine Fäuste gesammelt? Wer hat die Wasser in ein Tuch eingebunden? Wer hat aufgerichtet alle Enden der Erde? Was ist sein Name und was der Name seines Sohnes, wenn du es weißt? 30,5 Alle Rede Gottes ist geläutert. Ein Schild ist er denen, die bei ihm [ihre] Zuflucht suchen. 30,6 Füge zu seinen Worten nichts hinzu, damit er dich nicht überführt und du als Lügner dastehst! 30,7 Zweierlei erbitte ich von dir; verweigere es mir nicht, bevor ich sterbe: 30,8 Gehaltloses und Lügenwort halte von mir fern! Armut und Reichtum gib mir nicht, laß mich das Brot, das ich brauche, genießen, 30,9 damit ich nicht, satt geworden, leugne und sage: Wer ist [denn] der HERR? – und damit ich nicht, arm geworden, stehle und mich vergreife an dem Namen meines Gottes! 30,10 Verleumde einen Sklaven nicht bei seinem Herrn, damit er dir nicht flucht und du es büßen mußt! 30,11 Eine Generation, die dem Vater flucht und die Mutter nicht segnet; 30,12 eine Generation, die in ihren Augen rein ist und doch nicht gewaschen von ihrem Unflat; 30,13 eine Generation – wie hochmütig ihre Augen und überheblich ihre Wimpern -; 30,14 eine Generation, deren Zähne Schwerter sind und Messer ihr Gebiß, um wegzufressen die Elenden von der Erde und die Armen weg aus der Mitte der Menschheit! 30,15 Der Blutegel hat zwei Töchter: Gib her, gib her! Drei sind es, die nicht satt werden, vier, die nicht sagen: Genug! 30,16 Der Scheol und der verschlossene Mutterleib, die Erde, die an Wasser nie satt wird, und das Feuer, das nie sagt: Genug! 30,17 Ein Auge, das den Vater verspottet und den Gehorsam gegen die Mutter verachtet, aushacken werden es die Raben am Bach und auffressen die jungen Adler. 30,18 Drei sind es, die mir zu wunderbar sind, und vier, die ich nicht erkenne: 30,19 Der Weg des Adlers am Himmel, der Weg einer Schlange auf dem Felsen, der Weg eines Schiffes im Herzen des Meeres und der Weg eines Mannes mit einem Mädchen. – 30,20 So ist der Weg einer ehebrecherischen Frau: Sie ißt und wischt ihren Mund und sagt: Ich habe nichts Unrechtes getan! 30,21 Unter dreien erbebt die Erde, und unter vieren kann sie es nicht aushalten: 30,22 Unter einem Sklaven, wenn er König wird, und einem törichten Menschen, wenn er sich an Brot satt essen kann, 30,23 unter einer Verschmähten, wenn sie geheiratet wird, und einer Magd, wenn sie ihre Herrin [aus dem Besitz] verdrängt. 30,24 Vier sind die Kleinen der Erde, und doch sind sie wohlerfahrene Weise: 30,25 Die Ameisen, ein nicht starkes Volk, und doch bereiten sie im Sommer ihre Speise, 30,26 die Klippdachse, ein nicht kräftiges Volk, und doch legen sie im Felsen ihre Wohnungen an; 30,27 die Heuschrecken haben keinen König, und doch ziehen sie allesamt aus in geordneten Scharen; 30,28 die Eidechse kannst du mit Händen fangen, und doch ist sie in Königspalästen. 30,29 Drei sind es, die stattlich schreiten, und vier, die stattlich einhergehen: 30,30 Der Löwe, der Held unter den Tieren, der vor niemandem kehrtmacht, 30,31 der Hahn, der stolziert, und der Ziegenbock und ein König, bei dem der Heerbann ist. 30,32 Ob du töricht gehandelt hast, indem du dich erhobst, oder [ob du] überlegt gehandelt hast – die Hand auf den Mund! 30,33 Denn das Pressen der Milch bringt Butter hervor, und das Pressen der Nase bringt Blut hervor, und das Pressen des Zornes bringt Streit hervor.

31,1 Worte Lemuels, des Königs von Massa, mit denen seine Mutter ihn unterwies: 31,2 Was, mein Sohn was, Lemuel, mein Erstgeborener, soll ich dir sagen und was, du Sohn meines Leibes, und was, du Sohn meiner Gelübde? 31,3 Gib nicht den Frauen deine Kraft, noch deine Wege denen, die Könige auslöschen. 31,4 Nicht für Könige [ziemt es sich], Lemuel, nicht für Könige, Wein zu trinken, noch für Fürsten [zu fragen]: Wo ist Rauschtrank? 31,5 Sonst trinkt einer und vergißt, was vorgeschrieben ist, und verändert den Rechtsanspruch aller Elenden. – 31,6 Gebt Rauschtrank dem Mutlosen und Wein den Verbitterten! 31,7 Ein solcher mag trinken und seine Armut vergessen und an seine Mühsal nicht mehr denken. 31,8 Öffne deinen Mund für den Stummen, für den Rechtsanspruch aller Schwachen! 31,9 Öffne deinen Mund, richte gerecht und schaffe Recht dem Elenden und Armen! 31,10 Eine tüchtige Frau – wer findet sie? Weit über Korallen geht ihr Wert. 31,11 Ihr vertraut das Herz ihres Mannes, und an Ausbeute wird es ihm nicht fehlen. 31,12 Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. 31,13 Sie kümmert sich um Wolle und Flachs und arbeitet dann mit Lust ihrer Hände. 31,14 Sie gleicht Handelsschiffen, von weit her holt sie ihr Brot herbei. 31,15 Und sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und gibt Speise ihrem Haus und das Angemessene ihren Mägden. 31,16 Sie hält Ausschau nach einem Feld und erwirbt es; von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg. 31,17 Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und macht ihre Arme stark. 31,18 Sie merkt, daß ihr Erwerb gut ist; [auch] nachts erlischt ihre Lampe nicht. 31,19 Sie streckt ihre Hände aus nach der Spinnrolle, und ihre Finger ergreifen die Spindel. 31,20 Ihre Hand öffnet sie dem Elenden und streckt ihre Hände dem Armen entgegen. 31,21 Nicht fürchtet sie für ihr Haus den Schnee, denn ihr ganzes Haus ist in Karmesin[stoffe] gekleidet. 31,22 Decken macht sie sich; Byssus und roter Purpur sind ihr Gewand. 31,23 Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er Sitzung hält mit den Ältesten des Landes. 31,24 [Kostbare] Hemden macht sie und verkauft sie, und Gürtel liefert sie dem Kaufmann. 31,25 Kraft und Hoheit sind ihr Gewand, und [unbekümmert] lacht sie dem nächsten Tag zu. 31,26 Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundliche Weisung ist auf ihrer Zunge. 31,27 Sie überwacht die Vorgänge in ihrem Haus, und das Brot der Faulheit ißt sie nicht. 31,28 Es treten ihre Söhne auf und preisen sie glücklich, ihr Mann [tritt auf] und rühmt sie: 31,29 Viele Töchter haben sich als tüchtig erwiesen, du aber übertriffst sie alle! 31,30 Trügerisch ist Anmut und nichtig die Schönheit; eine Frau [aber], die den HERRN fürchtet, die soll man rühmen. 31,31 Gebt ihr von der Frucht ihrer Hände, und in den Toren sollen ihre Werke sie rühmen!

Vorzüge der Weisheit und Nachteile der Torheit.

8,32 Nun denn, ihr Söhne, hört auf mich, denn glücklich sind, die meine Wege wahren! 8,33 Hört auf Zucht und werdet weise, laßt sie niemals fahren! 8,34 Glücklich der Mensch, der auf mich hört, indem er wacht an meinen Türen Tag für Tag, die Pfosten meiner Tore hütet! 8,35 Denn wer mich findet, hat Leben gefunden, Gefallen erlangt von dem HERRN. 8,36 Wer mich aber verfehlt, tut sich selbst Gewalt an. Alle, die mich hassen, lieben den Tod.

9,1 Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, hat ihre sieben Säulen ausgehauen. 9,2 Sie hat ihr Schlachtvieh geschlachtet, hat ihren Wein gemischt, auch ihren Tisch gedeckt. 9,3 Sie hat ihre Mägde gesandt, lädt ein auf den Höhen der Stadt: 9,4 Wer unerfahren ist, der kehre hier ein! Wer ohne Verstand ist, zu dem spricht sie: 9,5 Kommt, eßt von meinem Brot und trinkt von dem Wein, den ich gemischt! 9,6 Laßt fahren die Torheit und lebt und schreitet einher auf dem Weg der Einsicht! 9,7 Wer den Spötter zurechtweist, holt sich nur Schande; und wer den Gottlosen rügt, [holt sich] selbst einen Makel. 9,8 Rüge nicht den Spötter, damit er dich nicht haßt; rüge den Weisen, so wird er dich lieben! 9,9 Gib dem Weisen, so wird er noch weiser; belehre den Gerechten, so lernt er noch mehr! 9,10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; und Erkenntnis des [allein] Heiligen ist Einsicht. 9,11 Denn durch mich werden zahlreich deine Tage, und es mehren sich dir die Jahre des Lebens. 9,12 Wenn du weise bist, so bist du weise für dich; und spottest du, so mußt du allein es tragen. 9,13 Frau Torheit ist leidenschaftlich im Verführen, sonst kann sie nichts. 9,14 Und sie sitzt an der Tür ihres Hauses, auf einem Sitz auf den Höhen der Stadt, 9,15 um einzuladen, die des Wegs vorübergehen, die geradehalten ihre Pfade: 9,16 Wer unerfahren ist, der kehre hier ein! – Wer ohne Verstand ist, zu dem spricht sie: 9,17 Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt lieblich. – 9,18 Und er weiß nicht, daß dort die Schatten sind, in den Tiefen des Scheol ihre Geladenen.

Die Weisheit als Gottes ewiger Besitz.

8,22 Der HERR hat mich geschaffen als Anfang seines Weges, als erstes seiner Werke von jeher. 8,23 Von Ewigkeit her war ich eingesetzt, von Anfang an, vor den Uranfängen der Erde. 8,24 Als es noch keine Fluten gab, wurde ich geboren, als noch keine Quellen waren, reich an Wasser. 8,25 Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln war ich geboren, 8,26 als er noch nicht gemacht die Erde und die Fluren, noch die Gesamtheit der Erdschollen des Festlandes. 8,27 Als er die Himmel feststellte, war ich dabei. Als er einen Kreis abmaß über der Fläche der Tiefe, 8,28 als er die Wolken droben befestigte, als er stark machte die Quellen der Tiefe, 8,29 als er dem Meer seine Schranke setzte, damit die Wasser seinen Befehl nicht übertraten, als er die Grundfesten der Erde abmaß: 8,30 da war ich Schoßkind bei ihm und war [seine] Wonne Tag für Tag, spielend vor ihm allezeit, 8,31 spielend auf dem [weiten] Rund seiner Erde, und ich hatte meine Wonne an den Menschenkindern.

Mahnung der Weisheit, sie zu befolgen – Ihre Zusagen.

8,1 Ruft nicht die Weisheit? Die Einsicht, läßt sie nicht ihre Stimme erschallen? 8,2 Oben auf den Höhen am Weg, da wo die Pfade sich kreuzen, hat sie sich [wartend] aufgestellt. 8,3 Neben den Toren, am Zugang zur Stadt, am Eingang der Pforten schreit sie: 8,4 An euch, ihr Männer, ergeht mein Ruf, und meine Stimme an die Menschenkinder. 8,5 Lernt Klugheit, ihr Einfältigen, und ihr Toren, bringt [euer] Herz zur Einsicht! 8,6 Hört zu! Denn Vortreffliches rede ich, und das Öffnen meiner Lippen ist Aufrichtigkeit. 8,7 Denn Wahrheit verkündet mein Gaumen, und ein Greuel ist meinen Lippen die Gottlosigkeit. 8,8 In Gerechtigkeit [ergehen] alle Worte meines Mundes; nichts in ihnen ist verschlagen oder falsch. 8,9 Sie alle sind recht dem Verständigen und redlich für die zur Erkenntnis Gelangten. 8,10 Nehmt an meine Zucht und nicht Silber, und Erkenntnis lieber als auserlesenes Gold! 8,11 Denn Weisheit ist besser als Korallen, und alle Kleinode kommen ihr nicht gleich an Wert. – 8,12 Ich, die Weisheit, bin die Nachbarin der Klugheit, und besonnene Erkenntnis finde ich. 8,13 Die Furcht des HERRN [bedeutet], Böses zu hassen. Hochmut und Stolz und bösen Wandel und einen ränkevollen Mund, [das] hasse ich. 8,14 Mein sind Rat und Hilfe. Ich bin die Einsicht, mein ist die Stärke. 8,15 Durch mich regieren Könige, und Fürsten treffen gerechte Entscheidungen. 8,16 Durch mich herrschen Oberste und Edle, alle gerechten Richter. 8,17 Ich liebe, die mich lieben; und die mich suchen, finden mich. 8,18 Reichtum und Ehre sind bei mir, stattlicher Besitz und Gerechtigkeit. 8,19 Besser ist meine Frucht als Gold und gediegenes Gold, und mein Ertrag [besser] als auserlesenes Silber. 8,20 Auf dem Pfad der Gerechtigkeit gehe ich, mitten auf den Steigen des Rechts, 8,21 daß ich Besitz vererbe [allen], die mich lieben, und ihre Vorratskammern fülle ich.

Verführung zum Ehebruch – Folgen für den Verführten.

7,1 Mein Sohn, bewahre meine Worte, und meine Gebote birg bei dir! 7,2 Bewahre meine Gebote, damit du lebst, und meine Weisung wie deinen Augapfel! 7,3 Binde sie um deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens! 7,4 Sprich zur Weisheit: Meine Schwester bist du! – und Verwandte nenne die Einsicht, 7,5 daß sie dich bewahre vor der fremden Frau, vor der Ausländerin, die ihre Worte glatt macht. – 7,6 Denn durch das Fenster meines Hauses [blickte ich], durch mein Gitter schaute ich hinaus. 7,7 Und ich sah unter den Unerfahrenen, bemerkte unter den Söhnen einen Jüngling ohne Verstand, 7,8 der geht über die Straße hin zu ihrer Ecke, den Weg zu ihrem Haus betritt er 7,9 in der Dämmerung, am Abend des Tages, beim Anbruch der Nacht und bei Dunkelheit. 7,10 Da siehe, eine Frau kommt ihm entgegen im Hurenkleid und mit verstecktem [Plan im] Herzen. – 7,11 Leidenschaftlich ist sie und unbändig, zu Hause haben ihre Füße keine Ruhe. 7,12 Bald ist sie draußen, bald auf den Plätzen, und neben jeder Ecke lauert sie. 7,13 Da greift sie ihn, da küßt sie ihn, wird unverschämt und sagt zu ihm: 7,14 Zu Heilsopfern war ich verpflichtet, heute habe ich meine Gelübde erfüllt. 7,15 Darum bin ich ausgezogen, dir entgegen, um dein Gesicht zu suchen, und ich habe dich gefunden. 7,16 Mit Decken habe ich mein Bett bedeckt, mit buntem ägyptischem Leinen. 7,17 Ich habe mein Lager benetzt mit Myrrhe, Aloe und Zimt. 7,18 Komm, wir wollen an Liebe uns berauschen bis zum Morgen, wollen schwelgen in Liebkosungen. 7,19 Denn der Mann ist nicht zu Hause, er ist weggegangen, fort auf weite Reise. 7,20 Den Beutel mit dem Geld nahm er in seine Hand, am Tag des Vollmondes [erst] kommt er nach Haus. 7,21 Sie verleitet ihn durch ihr vieles Überreden, mit ihren glatten Lippen reißt sie ihn fort. 7,22 Er folgt ihr augenblicklich, so wie ein Stier zur Schlachtung geht, wie in die Fessel hüpft der Hirsch, 7,23 bis ein Pfeil die Leber ihm zerreißt; wie ein Vogel sich ins Fangnetz stürzt und nicht weiß, daß es um sein Leben geht. – 7,24 Nun denn, ihr Söhne, hört auf mich und horcht auf die Worte meines Mundes! 7,25 Nicht schweife dein Herz ab zu ihren Wegen, verirre dich nicht auf ihre Pfade! 7,26 Denn viele sind die Erschlagenen, die sie gefällt hat, und zahlreich alle, die sie ermordete. 7,27 Ein Weg zum Scheol ist ihr Haus, der hinabführt zu den Kammern des Todes.

Erneute Warnung vor Ehebruch.

6,20 Bewahre, mein Sohn, das Gebot deines Vaters, verwirf nicht die Weisung deiner Mutter! 6,21 Binde sie stets auf dein Herz, winde sie um deinen Hals! 6,22 Bei deinem Gehen leite sie dich, bei deinem Liegen behüte sie dich, und wachst du auf, so rede sie dich an! 6,23 Denn eine Leuchte ist das Gebot und die Weisung ein Licht, und ein Weg zum Leben sind Ermahnungen der Zucht, 6,24 dich zu bewahren vor der Frau des Nächsten, vor der glatten Zunge der Fremden. 6,25 Begehre nicht in deinem Herzen ihre Schönheit, laß sie dich nicht mit ihren Wimpern fangen! 6,26 Denn der Preis für eine Hure [geht] bis zu einem Brot, doch die Frau eines Mannes macht Jagd auf [dein] kostbares Leben. – 6,27 Kann man Feuer wohl tragen in seinem Gewandbausch, ohne daß einem die Kleider verbrennen? 6,28 Oder kann jemand wohl schreiten auf glühenden Kohlen, ohne daß er sich die Füße versengt? 6,29 So [geht es auch dem], der hineingeht zur Frau seines Nächsten: keiner bleibt ungestraft, der sie berührt. – 6,30 Verachtet man nicht [schon] den Dieb, auch wenn er [nur] stiehlt, um den Bauch sich zu füllen, weil Hunger ihn treibt? 6,31 Und wird er ertappt, so muß er es siebenfach erstatten; den ganzen Besitz seines Hauses kann er dahingeben. 6,32 Wer aber Ehebruch treibt mit der Frau [seines Nächsten], ist ohne Verstand. Nur wer sich selber vernichten will, der mag das tun. 6,33 Plage und Schande [nur] findet er, und seine Schmach wird nicht mehr gelöscht. 6,34 Denn Eifersucht [weckt] die Zornglut des Mannes, kein Mitleid verspürt er am Tage der Rache. 6,35 Er nimmt keine Rücksicht auf irgendein Sühnegeld und willigt nicht ein, selbst wenn du die Bestechung häufst.

Warnung vor Bürgschaft, Trägheit und Falschheit.

6,1 Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten, für einen Fremden deinen Handschlag gegeben, 6,2 bist du verstrickt durch deines Mundes Worte, gefangen durch die Worte deines Mundes, 6,3 so tu denn dies, mein Sohn: Reiß dich los, da du in deines Nächsten Hand gekommen bist! Geh unverzüglich hin und bestürme deinen Nächsten! 6,4 Gönne deinen Augen keinen Schlaf und keinen Schlummer deinen Wimpern! 6,5 Reiße dich los wie die Gazelle aus der Hand [des Jägers] und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers! 6,6 Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege an und werde weise! 6,7 Sie, die keinen Anführer, Aufseher und Gebieter hat, 6,8 sie bereitet im Sommer ihr Brot, sammelt in der Ernte ihre Nahrung. 6,9 Bis wann, du Fauler, willst du noch liegen? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? 6,10 Noch ein wenig Schlaf, noch ein wenig Schlummer, noch ein wenig Händefalten, um auszuruhen – 6,11 und schon kommt wie ein Landstreicher deine Armut und dein Mangel wie ein unverschämter Mann. 6,12 Ein ruchloser Mensch, ein heilloser Mann ist, wer umhergeht mit Falschheit im Mund, 6,13 wer zuzwinkert mit seinen Augen, ein Zeichen gibt mit seinen Füßen, einen Hinweis mit seinen Fingern, 6,14 wer Verkehrtheit [trägt] in seinem Herzen, Böses schmiedet zu aller Zeit, freien Lauf läßt dem Zank. 6,15 Darum kommt plötzlich sein Unglück; im Nu wird er zerschmettert ohne Heilung. 6,16 Sechs [Dinge] sind es, die dem HERRN verhaßt sind, und sieben sind seiner Seele ein Greuel: 6,17 Stolze Augen, falsche Zunge und Hände, die unschuldiges Blut vergießen, 6,18 ein Herz, das heillose Anschläge schmiedet, Füße, die eilig dem Bösen nachlaufen, 6,19 wer Lügen vorbringt als falscher Zeuge und wer freien Lauf läßt dem Zank zwischen Brüdern.